Detail - Inselspital Bern - Neurochirurgie

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Förderpreis gewonnen

Anna Lena Fuchs von der Universitätsklinik für Neurochirurgie hat den diesjährigen Förderpreis für die beste Medizinstudentenarbeit der Universität Bern erhalten.

Forschungslabor für restorative Neurowissenschaften

Transplantierte Stammzellen tragen zur Erholung des Gehirns nach einem Schlaganfall bei. Dies zeigen mehrere Studien an Tieren. Nur wie genau dieser Mechanismus funktioniert, das ist noch nicht erforscht.
Der Medizinstudentin Anna Lena Fuchs ist es gemeinsam mit ihren Forscherkollegen der Universitätsklinik für Neurochirurgie gelungen, hier Neues aufzuzeigen. Dafür hat sie den Förderpreis der Universität Bern für die beste Medizinstudentenarbeit gewonnen.
Bildung neuer „Sprossen“ durch zwei bestimmte Proteine Anna Lena Fuchs hat herausgefunden, dass zwei bestimmte Proteine von Vorläuferzellen die Hirngefässzellen zum Wachsen anregen. „Vorteile für Patienten sind nicht für morgen, aber für die Zukunft möglich“, sagt Stefano Di Santo, Co-Leiter des Forschungslabors für restorative Neurowissenschaften der Universitätsklinik für Neurochirurgie. Vorläuferzellen bilden eine Zwischenstufe in der Umwandlung von Stammzellen zu ausgebildeten Nervenzellen.
Sind nach einem Hirnschlag neue Gefässe vorhanden, durch die das Blut fliesst, können noch nicht beschädigte Hirnzellen geschützt werden. Die von den Forschern gemachten Beobachtungen könnten dazu beitragen, neue therapeutische Ansätze für die Gewebereparatur zu entwickeln.
Erhalten hat die Medizinstudentin die Ergebnisse mithilfe der „zellfreien“ Methode, welche die Forscher an der Universitätsklinik für Neurochirurgie entwickelt haben. Die Wissenschaftler transplantieren keine Stamm- beziehungsweise Vorläuferzellen, sondern nur die „Produkte“, welche die Vorläuferzellen herstellen. Die Forscher haben mit diesen Stoffen Hirngefässzellen von Ratten Invitro behandelt und dabei zwei Signalwege - die Stoffe senden Botschaften aus- blockiert. Die Wissenschaftler stellten fest, dass wegen der zwei blockierten Proteine die Gefässzellen weniger „Sprossen“ bildeten, weniger wuchsen. „Diese zwei Signale müssen in das Wachstum involviert sein“, sagt Anna Lena Fuchs über ihre Resultate.

 

Link zum Poster:  «PI3-kinase is critically involved in angiogenesis of brain endothelial cells induced by conditioned medium treatment»


05.12.2012

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